VALIPIC & Valipro die Dritte
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18.06.2007

Die Aufregung um Valipro und Valipic nimmt nicht ab - dabei kann eine einfach Recherche bei den Verantwortlichen für das System der Gesundheitskarte alle Unklarheiten beseitigen.

In der Region Flensburg wurde ein schleswig-holsteinisches Modell der elektronischen Gesundheitskarte bereits praxisnah getestet. Die "Elektronische Gesundheitskarte Schleswig-Holstein (eGK-SH)" wurde schon 2001 im Rahmen der Gesundheitsinitiative Schleswig-Holstein von einer Projektgruppe entwickelt, die das Gesundheitsministerium in Schleswig-Holstein moderiert hat. In Flensburg waren bislang über 1.200 elektronische Gesundheitskarten im Einsatz.

Die Testregionen haben gemeinsam mit der Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH (gematik – der gesetzlich verankerten und von Leistungserbringern und Kostenträgern gleichermaßen getragene Betriebsorganisation) ein Gesamtkonzept erarbeitet, auf dessen Basis die Tests durchgeführt werden können.

Hinsichtlich des erforderlichen Passbildes für die Gesundheitskarte haben Leistungserbringer, Kostenträger und die für das Gesamtkonzept verantwortliche Gematik eine mehrheitliche Meinung: Die benötigten Bilder kann jeder Fotograf, der bisher biometrische Passbilder angefertigt hat, herstellen. Die Beteiligten sehen keinen erkennbaren Grund, hier ein Konzept á la Valipro einzusetzen, ganz im Gegenteil.

Die von Valipic genannten Gründe, die für einen Einsatz des Systems Valipro sprechen, werden also bei den Verantwortlichen für das System nicht gesehen: Klarer kann die negative Erfolgsaussicht für Valipro wohl nicht formuliert werden. Hier hat sich der CV oder dessen Vorstand ohne genügenden Kenntnisstand vorführen lassen - und versucht dennoch weiterhin, mit seinen Werbeveranstaltungen für ein nicht gewolltes System und mit Hilfe der Handwerkskammern als Gastgeber, zu werben.

Hier werden (glücklicherweise?) die kümmerlichen Reste eine ehemals starken Verbandes zu Grabe getragen. Angeführt von einem Vorstand, der glaubt, 4.000 Fotografen für eine Valipic-Konstruktion rekrutieren zu können, die bereits tot war, als sie geboren wurde.

Fotografen, die glauben mit Hilfe einer Valipro-Lizenz (die nur Mitglieder des CV erhalten) ein Zusatzgeschäft an Land ziehen zu können, werden jedenfalls bitter enttäuscht sein - aber wer unbedingt jede Erfahrung selber machen möchte, dem sei wohl nichts anderes gewünscht.

Daran ändert auch die Valipro/BKK-Testaktion in Wolfsburg nichts. Dort können BKK-Kunden an festen Terminen in der Geschäftsstelle mit Hilfe des ValiPro-Systems ein biometrisches Foto erstellen lassen. Dazu hat die Krankenkasse in ihren Räumlichkeiten vier ValiPro-Stationen aufgestellt, die von professionellen Fotografen bedient werden. Dies beweist nur, dass ein Verfahren wie Valipic eben ein weitgehend automatisiertes Verfahren ist, dass bei einem Einsatz bei den Krankenkassen direkt sehr wohl erhebliche Vorteile bietet - aber eben nur dort und nicht im Fotostudio.
 

 


Informationen:

 
www.gematik.de  

Quellen:
www.geamtik.de
www.die-gesundheitskarte.de/presse