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Die Ausmaße der Ausstellung sind
einzigartig: Über zweihundert Werke werden in einer Installation
gezeigt, deren Gestaltung und Beleuchtung von dem katalanischen
Architekten und Spezialisten für Fotografieausstellungen Albert
Vallverdù konzipiert wurden. Die Ausstellung, die im Rahmen des
Kulturprogramms ‚Luxemburg und Groβregion, europäische Kulturhauptstadt
2007’ stattfindet, stellt Arbeiten zum Thema Europa vor.
Die teilnehmenden FotografInnen stammen aus sehr verschiedenen sozialen
und kulturellen Bereichen und vertreten unterschiedliche
Kunstauffassungen. Diese Verschiedenartigkeit der Sichtweisen auf Europa
– darunter auch die einiger amerikanischer FotografInnen - macht eine
der Besonderheiten der Ausstellung aus, in der sich Blicke von innen mit
Beobachtungen von außen vermischen. Alle ausgestellten FotografInnen
‘sprechen’ also auf ihre jeweils eigene Weise von Europa und über
Thematiken, die ihnen vertraut sind, wie z.B: Stadtlandschaften,
Gesellschaft, Konflikte, Völkermigration... Es sind tiefgründige und
engagierte Beiträge, die von bedeutender Arbeit vor Ort zeugen. Was aber
darüber hinaus diese 25 FotografInnen verbindet, ist das ’programme
Mosaïque’, von dem sie alle unterstützt wurden. Von 1996 bis 2003 hat
das ’programme Mosaïque’ von Jahr zu Jahr dazu beigetragen, dass die
Fotoprojekte, von denen heute die repräsentativsten Werke in Dudelange
zu sehen sind, entstehen und sich entwickeln konnten.
Warum Mosaïque? Warum Europa? Das ’programme Mosaïque’ hat seinen
Ursprung in einer Überlegung, die von der berühmten - und nun dem
Luxemburger Kulturgut angehörigen - Fotoausstellung ‘The Family of Man’
von Edward Steichen ausgeht. Das Centre national de l’audiovisuel (CNA),
dem die Initiative zur Restaurierung der Fotografien von ‘The Family of
Man’ und zu ihrer Unterbringung im Schloss von Clervaux zu verdanken
ist, hat sich von Edward Steichens persönlicher Überlegung zur Botschaft
der Fotografie anregen lassen. Seitdem das ’programme Mosaïque’ vor zehn
Jahren vom CNA ins Leben gerufen wurde, hat die Entwicklung Europas
politisch und wirtschaftlich nicht an Bedeutung verloren. Und die
Fotografie ist als Medium besonders geeignet, das komplexe Wesen Europas
sinnvoll zu erhellen. Das Thema Europa und der Name ‚Mosaïque’ lagen
somit auf der Hand.
Die FotografInnen, deren Werke von 1996 bis zum Ende des Projekts im
Jahre 2003 ausgewählt wurden, haben die Entwicklung Europas über den
Jahrtausendwechsel hin begleitet. Die Ausstellung zeigt die Thematiken,
die die KünstlerInnen in Bezug auf den nicht immer leichten Aufbau
Europas beschäftigt haben. Sie interessierten sich nicht nur für die
Vergangenheit dieses politischen und geografischen Gebildes, sondernmit
ihren Werken auch in die Zukunft weisen und Fragen stellen, die für
Europa ausschlaggebend werden könnten. Die Ausstellung wirft darüber
hinaus allgemein die Frage nach der aktuellen Stellung der Fotografie
auf: Wer zeigt was? Das ’programme Mosaïque’ trägt nicht nur zur
Kenntnis des europäischen Kontinents bei, sondern wirft auch neues Licht
auf die zeitgenössische Fotografie. Diese beschränkt sich nicht mehr nur
darauf, Zeugnis von Zeitgeschehen, vom Werdegang der Geschichte
abzulegen.
Fotografie ist tiefer von Kunst durchdrungen und die dokumentarische
Sicht verwebt sich mit künstlerischen Ansätzen. Die Besucher der
Ausstellung sehen, dass die FotografInnen nicht nur auf breitere
Thematiken, sondern auch auf vielfältigere Ausdrucksformen
zurückgreifen: Schwarzweiß, Farbe, Großformate, Miniaturen,
Videoprojektionen….
Zur Ausstellung erscheint ein Buch, das den visuellen Teil
vervollständigt, die einzelnen Werke eingehender analysiert und auch
Licht auf einen weiteren Bereich wirft, der vom ’programme Mosaïque’
gefördert wird: Forschungsarbeiten zur Geschichte der Fotografie. Das
Werk wird gemeinsam vom Centre nationale de l’audiovisuel und dem Verlag
Filigranes herausgebracht.
Die Ausstellung ‘De l'Europe’ und das gleichnamige Buch zeigen Werke
von: Johannes Backes Eva Bertram Elina Brotherus Thomas Chable Ad van
Denderen Véronique Ellena Joakim Eskildsen Patrizia di Fiore Moreno
Gentili Claudio Gobbi Lori Grinker Rip Hopkins Anthony Haughey
Jean-François Joly Pelle Kronestedt Nicoletta Leonardi Gilles Mora
Cristina Nuñez Gabor Ösz Gilles Peress Mark Power Anne Rearick Victor
Sira Alexey Titarenko Albrecht Tübke Ute Wrocklage Marco Zanta Thomas
Zika
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