DE L’EUROPE
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31.07.2007

 

Auf dem Gelände des spektakulären und monumentalen Stahlwerks von Dudelange werden vom 24. Mai bis 19. August 2007 Werke von 25 FotografInnen ausgestellt. Die Industrieanlage wurde zu diesem Anlass zur Ausstellungsfläche umgestaltet, ohne etwas von ihrer Eigenart und Größe einzubüßen. 

   

Die Ausmaße der Ausstellung sind einzigartig: Über zweihundert Werke werden in einer Installation gezeigt, deren Gestaltung und Beleuchtung von dem katalanischen Architekten und Spezialisten für Fotografieausstellungen Albert Vallverdù konzipiert wurden. Die Ausstellung, die im Rahmen des Kulturprogramms ‚Luxemburg und Groβregion, europäische Kulturhauptstadt 2007’ stattfindet, stellt Arbeiten zum Thema Europa vor.
Die teilnehmenden FotografInnen stammen aus sehr verschiedenen sozialen und kulturellen Bereichen und vertreten unterschiedliche Kunstauffassungen. Diese Verschiedenartigkeit der Sichtweisen auf Europa – darunter auch die einiger amerikanischer FotografInnen - macht eine der Besonderheiten der Ausstellung aus, in der sich Blicke von innen mit Beobachtungen von außen vermischen. Alle ausgestellten FotografInnen ‘sprechen’ also auf ihre jeweils eigene Weise von Europa und über Thematiken, die ihnen vertraut sind, wie z.B: Stadtlandschaften, Gesellschaft, Konflikte, Völkermigration... Es sind tiefgründige und engagierte Beiträge, die von bedeutender Arbeit vor Ort zeugen. Was aber darüber hinaus diese 25 FotografInnen verbindet, ist das ’programme Mosaïque’, von dem sie alle unterstützt wurden. Von 1996 bis 2003 hat das ’programme Mosaïque’ von Jahr zu Jahr dazu beigetragen, dass die Fotoprojekte, von denen heute die repräsentativsten Werke in Dudelange zu sehen sind, entstehen und sich entwickeln konnten.
Warum Mosaïque? Warum Europa? Das ’programme Mosaïque’ hat seinen Ursprung in einer Überlegung, die von der berühmten - und nun dem Luxemburger Kulturgut angehörigen - Fotoausstellung ‘The Family of Man’ von Edward Steichen ausgeht. Das Centre national de l’audiovisuel (CNA), dem die Initiative zur Restaurierung der Fotografien von ‘The Family of Man’ und zu ihrer Unterbringung im Schloss von Clervaux zu verdanken ist, hat sich von Edward Steichens persönlicher Überlegung zur Botschaft der Fotografie anregen lassen. Seitdem das ’programme Mosaïque’ vor zehn Jahren vom CNA ins Leben gerufen wurde, hat die Entwicklung Europas politisch und wirtschaftlich nicht an Bedeutung verloren. Und die Fotografie ist als Medium besonders geeignet, das komplexe Wesen Europas sinnvoll zu erhellen. Das Thema Europa und der Name ‚Mosaïque’ lagen somit auf der Hand.
Die FotografInnen, deren Werke von 1996 bis zum Ende des Projekts im Jahre 2003 ausgewählt wurden, haben die Entwicklung Europas über den Jahrtausendwechsel hin begleitet. Die Ausstellung zeigt die Thematiken, die die KünstlerInnen in Bezug auf den nicht immer leichten Aufbau Europas beschäftigt haben. Sie interessierten sich nicht nur für die Vergangenheit dieses politischen und geografischen Gebildes, sondernmit ihren Werken auch in die Zukunft weisen und Fragen stellen, die für Europa ausschlaggebend werden könnten. Die Ausstellung wirft darüber hinaus allgemein die Frage nach der aktuellen Stellung der Fotografie auf: Wer zeigt was? Das ’programme Mosaïque’ trägt nicht nur zur Kenntnis des europäischen Kontinents bei, sondern wirft auch neues Licht auf die zeitgenössische Fotografie. Diese beschränkt sich nicht mehr nur darauf, Zeugnis von Zeitgeschehen, vom Werdegang der Geschichte abzulegen.
Fotografie ist tiefer von Kunst durchdrungen und die dokumentarische Sicht verwebt sich mit künstlerischen Ansätzen. Die Besucher der Ausstellung sehen, dass die FotografInnen nicht nur auf breitere Thematiken, sondern auch auf vielfältigere Ausdrucksformen zurückgreifen: Schwarzweiß, Farbe, Großformate, Miniaturen, Videoprojektionen….
Zur Ausstellung erscheint ein Buch, das den visuellen Teil vervollständigt, die einzelnen Werke eingehender analysiert und auch Licht auf einen weiteren Bereich wirft, der vom ’programme Mosaïque’ gefördert wird: Forschungsarbeiten zur Geschichte der Fotografie. Das Werk wird gemeinsam vom Centre nationale de l’audiovisuel und dem Verlag Filigranes herausgebracht.
Die Ausstellung ‘De l'Europe’ und das gleichnamige Buch zeigen Werke von: Johannes Backes Eva Bertram Elina Brotherus Thomas Chable Ad van Denderen Véronique Ellena Joakim Eskildsen Patrizia di Fiore Moreno Gentili Claudio Gobbi Lori Grinker Rip Hopkins Anthony Haughey Jean-François Joly Pelle Kronestedt Nicoletta Leonardi Gilles Mora Cristina Nuñez Gabor Ösz Gilles Peress Mark Power Anne Rearick Victor Sira Alexey Titarenko Albrecht Tübke Ute Wrocklage Marco Zanta Thomas Zika


 
Mehr Information  

Ort der Ausstellung: Aciérie (Stahlwerk) in Dudelange
Zeitraum: 24. Mai – 19. August 2007
Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr.
Verlängerte Öffnungszeiten: freitags von 10 bis 21 Uhr.
Kontakt:
Centre national de l'audiovisuel (CNA)
Abteilung für Fotografie
Michèle Walerich / Marguy Conzémius
Boîte postale 105
L-3402 Dudelange
Luxemburg
Tel. : 00-352 52 24 24-230
www.cna.lu  („espace presse“)
Das Projekt wird im Rahmen der Initiative «Luxemburg und die Großregion, europäische Kulturhauptstadt
2007» unter der Schirmherrschaft ihrer königlichen Hoheiten des Großherzogs und der Großherzogin
durchgeführt.
www.luxembourg2007.org